FlyMagicVario

FlyMagic Vario – Hilfe & Handbuch

Beschreibt App-Version 1.91 · Stand 08.09.2026

FlyMagic Vario ist ein Variometer für Gleitschirmflieger: Steig-/Sinkmesser mit Ton, Thermik-Assistent, Kompass, Messwind, Gleitzahl, Wegpunkt-Navigation, Flug-Aufzeichnung (IGC), einer Hike-Karte und einer optionalen Apple-Watch-App. Diese Seite erklärt alle Funktionen.

⚠️ Sicherheitshinweis: FlyMagic Vario ist eine Ergänzung, kein Ersatz für ein zugelassenes Instrument. Fliege am Schirm immer parallel zu deinem vorhandenen Vario, bis du die App über viele Flüge validiert hast. Anzeigen wie die Erreichbarkeit sind grobe Schätzungen ohne Gewähr.


1. Das Cockpit (Hauptanzeige)

Die Hauptansicht zeigt alles Wichtige auf einen Blick – in Hoch- und Querformat.

  • Vario-Skala (m/s): senkrechter Balken, grün oben (Steigen), rot unten (Sinken), mit der aktuellen Steigrate als große Zahl.
  • Kompass (immer sichtbar): dreht mit deiner Blickrichtung („Kurs oben"), Himmelsrichtungen (N/O/S/W) bleiben aufrecht lesbar. Der orange Zeiger oben ist deine Fahrtrichtung, der Punkt in der Mitte bist du.
  • Wind: ein blaues Dreieck am Kompassrand zeigt, woher der Wind kommt; die Windstärke (km/h) steht als Info dabei.
  • Infos rund um den Kompass (in Hoch- und Querformat, in den 4 Ecken): 🌀 Ø-Steigrate (beim Thermik-Kreisen), Wind, Thermik-Hotspot-Name und – bei aktiver Route – der Wegpunkt (siehe Navigation).
  • Kacheln: Kurs (Grad), GZ (Gleitzahl), Höhe (m ü. M.) und Speed (km/h).
  • FLUGZEIT / AUTO-START: unten die Aufnahme-Kachel (Flugzeit + Status).

Bedienung / Gesten

  • Aufnahme manuell: 2 Sekunden auf die FLUGZEIT-Kachel halten = Start/Stop. Kurzes Antippen zeigt einen Hinweis.
  • Schlafmodus: 2 Sekunden auf den Mond-Button oder auf die m/s-Skala halten. Aufwecken: 2 Sekunden auf den Schlaf-Screen halten.
  • Menü: über das ☰-Symbol (oben).

2. Vario-Ton

Ein synthetischer Steigton: Tonhöhe und Pulsrate steigen mit der Steigrate.

  • Lautstärke und Ton-Empfindlichkeit (ab welcher Steigrate der Ton einsetzt) sind im Menü einstellbar; die empfohlene Einstellung ist markiert.
  • Sinkton (optional): ein tiefer, konstanter Ton, der schneller piept je stärker das Sinken – Schwelle einstellbar.
  • Ton erst nach Start (optional): der Vario-Ton beginnt erst, wenn die Aufzeichnung läuft.

3. Thermik-Assistent

Beim Kreisen mit Steigen blendet sich im Kompass ein Zentrier-Overlay ein (gleichzeitig mit dem Kompass):

  • Eine farbcodierte Flugspur (rot = Steigen, weiß = neutral, blau = Sinken) zeigt, wo im Kreis es besser trägt.
  • Ein grün gestrichelter Kreis schlägt vor, wohin du deinen Kreis verschieben solltest, um den Bart besser zu zentrieren – windkorrigiert.
  • Ø-Steigrate wird angezeigt. Abschaltbar im Menü.

4. Thermik-Hotspots

Bekannte Bärte aus dem öffentlichen FlyMagic-Datensatz (offline zwischengespeichert):

  • Kommst du in einen Hotspot (≤ 600 m), leuchtet ein oranger Ring um den Kompass, der Name wird eingeblendet und es ertönt ein kurzer Hinweiston – freihändig, ohne Antippen.
  • Kein Konto nötig. Erst nach Aufnahmestart aktiv. Abschaltbar im Menü („Hotspot-Info im Vario", Flugmodus).

5. Gleitzahl (GZ)

Die Gleitzahl (horizontale ÷ vertikale Strecke) steht als eigene Kachel.

  • Sie ist nur beim Gleiten/Sinken definiert – beim Steigen zeigt sie „—".
  • Der Wert ist geglättet, damit die Zahl nicht nervös springt.

6. Flug-Aufzeichnung (IGC)

Flüge werden als IGC-Datei aufgezeichnet.

  • Auto-Start/Stop (empfohlen): startet automatisch bei Bewegung (ab ~7 km/h), stoppt nach längerem Stillstand (< 5 km/h). Ein Bewegungs-Check verhindert Fehlstarts im Stand. Das ist die beste Art aufzuzeichnen: Die Datei enthält dann genau den Flug – keine Wartezeit am Startplatz, keine Anfahrt, keine Zeit nach der Landung. Im Flugbuch stimmen Startzeit, Dauer und Strecke damit von selbst. Schick das Vario nach dem Fliegen wieder in den Schlafmodus, das schont den Akku.
  • Manuell: 2 Sekunden auf die FLUGZEIT-Kachel halten.
  • Die Kachel zeigt AUTO-START (bzw. MANUELL), sobald die Uhr läuft FLUGZEIT.
  • Auto-Start/Stop lässt sich im Menü abschalten.
  • Track-Liste (Menü → IGC/GPX Tracks): jede Aufnahme mit Datum, Startzeit, Dauer, Distanz und einer kleinen Track-Silhouette. Antippen öffnet den Flug auf der Karte – farbig nach Steigen/Sinken, mit Start/Dauer/Distanz/Max-Höhe. Teilen, Hochladen und Löschen per Wischen.

8. Hike & Fly

Zeichne deinen Aufstieg als GPX-Track auf (getrennt vom Flug):

  • Im Menü Hike & Fly aktivieren: der Mond-Button wird zum Hike-Button (2 s halten). Schlafen liegt dann auf der m/s-Skala.
  • Im Hike-Screen: Start / Pause / „Beenden & Tour speichern". Mit ✈ zurück zum Flugmodus.
  • Der Hike-Modus unterdrückt das Vario (kein Ton), GPS läuft nur bei laufender Stoppuhr (Akku), der Bildschirm darf ausgehen. Zwischenspeicherung ist crash-sicher.
  • Wechselst du im aktiven Flug in den Hike-Modus, wird der Flug gestoppt und gespeichert.

9. Karten

Die FlyMagic-Karte (gratis, ohne Schlüssel)

Es ist EINE Karte — dieselbe wie im Web. Sie erscheint in zwei Ansichten, je nach Modus (Wandern oder Flug); die Karte selbst ist identisch. Der einzige Unterschied: Beim Wandern sind die Kartendetails (Wanderwege, POIs, Bergnamen) standardmässig an, im Flug aus — für ein ruhiges Bild. Umschalten kannst du das jederzeit selbst.

Standard in Flug- und Wandermodus ist die FlyMagic-Karte – unsere eigene Vektorkarte mit Volldetail in 14 Ländern (Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Portugal, Slowenien, Andorra, Monaco, Belgien, Luxemburg, Niederlande): Höhenlinien, Relief-Schummerung, Wanderwege, POIs und Bergnamen. Komplett gratis, ohne Schlüssel und ohne Konto.

  • Basiskarte wechseln: im Karten-Menü (Ebenen-Symbol) unter „Karte". Zur Auswahl: FlyMagic, OSM Weltweit, OSM Outdoor, OSM Satellit – die drei OSM-Karten brauchen den eigenen MapTiler-Schlüssel (siehe unten).
  • Kartendetails: blendet Wanderwege, POI-Icons und Bergnamen zusammen ein/aus – im Flug standardmäßig aus (ruhiges Bild), beim Wandern an.

Karten offline mitnehmen (für den Notfall)

Menü → Karte → „FlyMagic Karten offline" (zuoberst). Über der Karte liegt ein festes Raster aus Feldern von rund 50 km Kantenlänge. Tippe die Felder an, die du brauchst – mehrere gleichzeitig –, und lade sie. Danach steht die FlyMagic-Karte in diesen Feldern ohne jede Verbindung: Wege, Beschriftung, Höhenlinien. Das Laden läuft weiter, wenn du die Ansicht schliesst.

Wozu, wenn die App ohnehin zwischenspeichert? Für den Alltag brauchst du es meist nicht – deshalb steht hier „für den Notfall". Die App legt Kartenbilder beim Anschauen automatisch beiseite (bis rund 50 MB), und das Geländemodell für die Anzeige „ü. Grund" holt sie beim Aktivieren eines Flugplans entlang der Strecke im Voraus. Wer eine Gegend kürzlich angeschaut hat, findet sie deshalb oft auch ohne Netz noch vor. Verlassen kannst du dich darauf nicht: Dieser Zwischenspeicher ist klein, und die App räumt ihn selbst wieder auf, ohne zu fragen. Die Offline-Felder sind der Teil, der bleibt, bis du ihn löschst – für die Woche im Ausland ohne Datenpaket oder das Tal ohne Empfang.

Wie viel Platz: rund 25 MB je Feld im Flachland, im Gebirge 40–60 MB (mehr Höhenlinien und Wege). Die App nennt die erwartete Grösse, bevor sie lädt, und wird darin genauer, je mehr Felder du schon hast. Was insgesamt belegt ist, steht unten in der Verwaltung; den Gesamtverbrauch der App zeigt iOS unter Einstellungen → Allgemein → iPhone-Speicher.

Was dazugehört – und was nicht:

  • Gilt nur für die FlyMagic-Karte. Die OSM-Karten (Weltweit/Outdoor/Satellit) kommen von MapTiler und stehen offline nicht zur Verfügung, das Kartenbild der Apple Watch ebenso wenig.
  • Ohne Relief-Schummerung – sie allein wäre gut zwei Drittel des Pakets. Die Höhenlinien sind dabei, die Geländeform liest du daran ab.
  • Die Datenebenen (Lufträume, Plätze, Wind, Wildruhe) gehören nicht dazu; sie merken sich selbst den zuletzt gesehenen Ausschnitt.

Verwalten: Geladene Felder sind grün, gewählte orange. Ein gewähltes geladenes Feld entfernst du mit „Löschen", alle auf einmal mit „Alle löschen" unten (mit Rückfrage). Brichst du ein Laden ab, wird das angefangene Feld verworfen – kein halbes Paket, das später vollständig aussieht.

Nicht automatisch aktuell: Die App merkt nicht, wenn die Karte im Hintergrund neu gebaut wurde. Kommt dir ein geladenes Feld veraltet vor – löschen und neu laden.

Kartenansicht im Wandermodus

Auf der Karte siehst du die geplante Route (orange) und deinen gelaufenen Weg (blau, live). Ohne aktive Route öffnet sie nah bei deiner Position.

  • Tour wechseln: im Karten-Menü (Ebenen-Symbol) steht „Tour" zuoberst; dahinter liegt die gewohnte Liste deiner Touren.
  • North-up / Heading-up: der Locate-Button springt zur aktuellen Position; weitere Tipps schalten zwischen Norden-oben und Blickrichtung-oben um. Der Nordpfeil dreht mit.
  • Höhenprofil: über das 📈-Icon als Overlay (Distanz ↔ Höhe) inklusive Positions-Marker.
  • Vollbild: über das Vergrößern-Icon. Basiskarte/Kartendetails: über das Ebenen-Icon.
  • Die Karte ist nur im Hochformat.

Eigener Karten-Schlüssel (nur für OSM-Karten & Uhr)

Die App ist komplett ohne Schlüssel nutzbar. Ein eigener, kostenloser MapTiler-Schlüssel schaltet zusätzlich die weltweiten OSM-Karten (Weltweit/Outdoor/Satellit) und das Kartenbild auf der Apple Watch frei:

  1. Auf maptiler.com kostenlos ein Konto anlegen.
  2. Nach dem Login unter Account → API Keys deinen Schlüssel kopieren.
  3. In FlyMagic: Menü → „Weltweite Karte" einschalten → „Karten-Schlüssel" → einfügen → Speichern.

Dein Schlüssel bleibt verschlüsselt nur auf deinem Gerät und wird ausschließlich für deine eigenen Karten-Anfragen an MapTiler genutzt – nie an FlyMagic. Der Gratis-Tarif reicht für den normalen Gebrauch locker.

Kartenansicht im Flugmodus

Die Vollbild-Flugkarte – für alle, ohne Schlüssel – zeigt deine aktuelle Position und die aktive Flug-Route. Du öffnest sie mit einem Tipp auf den Kompass (Einzeltipp = Norden oben, Doppeltipp = Heading-up). Wer am Boden nur schauen will, nimmt den Wegfaden im Menü – dort liegt die grössere Web-Karte mit Suche, Höhenprofil und 3D.

  • Flugplan wechseln: im Karten-Menü (Ebenen-Symbol oben links) steht „Flugplan" zuoberst; dahinter liegt die gewohnte Liste deiner Routen.

  • Ohne aktive Route – freies Pannen: du kannst die Karte frei verschieben/zoomen; sie kehrt nur zur Position zurück, wenn du den Locate-Button (oder Kompass) antippst.

  • Mit aktiver Route – Navi-Modus: die Karte folgt deiner Position und startet im Heading-up. Oben zeigt die Nav-Kapsel das aktive Ziel mit Erreichbarkeits-Ampel, Distanz, ▲ Höhe über dem Ziel und der benötigten Gleitzahl (siehe „Live-Werte im Flug"). Tipp auf die Kapsel öffnet den Flugplan zum manuellen Weiterschalten. Die Wegpunkte liegen als Punkte auf der Route – der aktive ist größer und live in der Ampelfarbe; jeder Punkt trägt eine transparente Badge mit Name und geplanter Einstiegshöhe („Punkt 1 · ◎ 1196 m"). Pannen/Pinchen pausiert das Folgen (frei vorausschauen); der Locate-Button holt dich zurück, dann folgt die Karte wieder.

  • Ausrichtung: Locate-Button unten rechts – Einzeltipp = zur Position (Norden oben), Doppeltipp = Heading-up (Karte dreht mit deiner Flugrichtung).

  • Schließen: großes ✕ oben rechts. Zoomen: große +/− rechts.

  • Deine aktive Flugspur wird ab Start farbig nach Steigen/Sinken geplottet (wie im Thermik-Assistenten).

Basiskarte & Ebenen (Ebenen-Icon oben links)

Über das Ebenen-Symbol öffnest du das Menü. Die Auswahl bleibt gespeichert.

  • Karte – Basiskarte umschalten: FlyMagic (gratis), OSM Weltweit / OSM Outdoor / OSM Satellit (eigener Schlüssel). Dazu „Kartendetails" (Wanderwege, POIs, Bergnamen – im Flug standardmäßig aus).
  • Plätze – öffentliche Landeplätze (blaues Quadrat, antippen → „Navigation aktivieren" = Direkt-Peilung) und Startplätze (Punkt + Ausrichtungs-„Kuchen", antippen → Name, Ausrichtung, Höhe). Ab ~30 km sichtbar, Namen beim Reinzoomen. Antippbare Plätze zeigen ihre Quelle (z. B. DHV mit Link zur Geländedatenbank, ParaglidingSpots).
  • Hotspots – öffentliche Thermik-Hotspots als 600-m-Kreis (Farbe nach Wahrscheinlichkeit). Kein Login nötig, ab ~30 km, viewport-weise geladen.
  • Live Wind – gemessene Stationen (OpenWindMap/Pioupiou weltweit + MeteoSchweiz) als farbige Pfeile in Wehrichtung. Ab ~100 km sichtbar; antippen zeigt Wind/Böe/Richtung/Alter/Quelle.
  • Sicherheit (gratis, ohne Konto):
    • –Lufträume – alle Klassen (CTR/TMA/CTA/FIZ/R/Q …) in der Schweiz und den Nachbarländern, mit Name und Höhenband. Neu mit Tageslage: Räume, die heute laut DABS/NOTAM aktiv sind, werden kräftig gezeichnet, per DABS schaltbare gestrichelt, reine Informationsräume blass. Antippen zeigt Art, Höhenband, Zeitfenster, Regel, Funkfrequenz und Quelle. Schweiz: SHV-Luftraumdatenbank + Skyguide-DABS; Ausland: eine offene, inoffizielle Sammlung (xcontest) – dort gilt die nationale AIP. Segelflugsektoren sind nur für die Schweiz vollständig; in den Nachbarländern enthält die Quelle nur einzelne, meist unter ihrer luftrechtlichen Klasse (D, R, RMZ) mit entsprechendem Namen.
    • –Seilbahnen & Hindernisse (nur Schweiz, ab ~10 km Kartenausschnitt) – Seilbahnen und Kabel rot, dazu Leitungen, Krane, Masten und Windräder aus dem BAZL-Hindernisregister in gelb.
    • –Wildruhe & Schutzgebiete (ab ~30 km) – zeigt ausschliesslich die heute geltenden Wildruhezonen (BAFU) plus Jagdbanngebiete und Pärke. Die meisten Wildruhezonen gelten nur im Winter – auch wenn die Schutzzeit als Text dasteht («Skisaison», «bei Schnee», «Betriebszeiten der Bahn»): solche Zonen rechnet die App grosszügig als 1. Dezember bis 30. April; ganzjährige bleiben das ganze Jahr sichtbar; ist die Angabe unklar, wird die Zone vorsichtshalber gezeigt. Farbe = Relevanz für dich: 🔴 rot = Zutritts-/Betretungsverbot → kein Start, keine Landung (laut SHV entspricht ein Betretungsverbot einem Start-/Landeverbot; Jagdbanngebiete gelten ganzjährig so) · 🟠 orange = Weggebot (Starten/Landen faktisch unmöglich) · ⚪️ grau = andere Bestimmung (Leinenpflicht, Wintersportregel – für Hängegleiter meist unerheblich) · 🟢 grün = Naturpark (nur Name). Das Label nennt Bestimmung und Verbindlichkeit: «empfohlen» heisst nicht rechtsverbindlich, aber vom SHV dringend empfohlen – alle anderen sind rechtsverbindlich (Bussen). Der Überflug ist überall erlaubt – die Bundesdaten regeln nur Start und Landung (AuLaV Art. 19). Die Wildschutz-Vereinbarungen des SHV mit ihren Mindest-Überflughöhen (violett) liegen neu in derselben Ebene – antippen zeigt die Höhe. Sie stammen aus freiwilligen Wildschutz-Vereinbarungen (SHV-Luftraumdatenbank) und sind hier nicht enthalten.

⚠️ Nur zur Orientierung – kein Ersatz für offizielle Luftfahrtkarten (ICAO/AIP). Die Ebenen laden für den sichtbaren Ausschnitt nach; der zuletzt gesehene Bereich bleibt auch offline sichtbar. Lufträume und Wildschutz gelten für die Alpenländer; Wildruhezonen am Boden und Hindernisse nur für die Schweiz. Steht keine Zone auf der Karte, heisst das nicht automatisch «frei» – fehlt eine Quelle, sagt es die App im Ebenen-Menü.

Flüge & Hikes planen

Menü → „Wegfaden" öffnet die FlyMagic-Planungskarte als Vollbild in der App – Routen zeichnen und als GPX exportieren (kein Login nötig) oder mit FlyMagic-Konto als Cloud-Route speichern, die dann automatisch in der App erscheint. Bist du in der App angemeldet, nimmt die Karte deine Anmeldung mit – du musst dich nicht erneut einloggen. Die Karte läuft randlos über den ganzen Bildschirm; zurück geht es über den Pfeil oben links. Hast du dort zwischendurch die Hilfe geöffnet, führt derselbe Pfeil zuerst eine Seite zurück.

Ohne Netz ist der Eintrag grau – wie „Luftspuren (Cloud)" auch. Beide sind Web-Ansichten und könnten ohne Verbindung nur eine Fehlermeldung zeigen; sobald du wieder Empfang hast, sind sie sofort da. Deine geladenen Offline-Gebiete und die eigenen Aufzeichnungen bleiben davon unberührt.


10. Apple Watch (FlyMagic Hike)

Für Hike & Fly gibt es eine eigene Apple-Watch-App „FlyMagic Hike". Sie ist optional – das iPhone funktioniert vollständig ohne Uhr. Einzurichten gibt es nichts: Ist die Uhr-App installiert, bekommt sie Route und Karte automatisch.

Installieren: In der „Watch"-App auf dem iPhone → „FlyMagic Hike" installieren.

Wo du startest, dort wird aufgezeichnet

  • Start auf der Uhr → die Uhr zeichnet die Tour selbst auf (eigenes GPS). Du siehst am Handgelenk Zeit, km, Höhenmeter und – bei gewählter Route – Rest-km/-Hm. Das iPhone kann in der Tasche bleiben. Am Ende „Speichern" → die Tour wird ans iPhone übertragen, dort gespeichert und (mit Konto) hochgeladen. Kurz erscheint „Gespeichert ✓".
  • Start auf dem iPhone → das iPhone zeichnet auf (wie gewohnt). Öffnest du dann die Uhr, zeigt sie „Aktivität auf iPhone aktiv" und die Karte mit deiner Position (aus dem Uhr-GPS).

Nie zwei Aufnahmen gleichzeitig: Läuft eine Tour auf einem Gerät, zeigt das andere „Tour läuft auf der Uhr" bzw. „Aktivität auf iPhone aktiv".

Karte auf der Uhr

  • Zeigt Route (orange), deinen gelaufenen Track (blau) und deine Position – wahlweise Blickrichtung oben (Kompass).
  • Zoom über die Digital Crown (rastet auf scharfe Stufen ein). Verschieben mit dem Finger. Unten: Zurück und ein Positions-/Ausrichtungs-Button (1× = auf Position, 2× = Blickrichtung oben).
  • Das Kartenbild braucht die „Weltweite Karte" (eigener MapTiler-Schlüssel, siehe Hike-Karte). Ohne Schlüssel zeigt die Uhr nur Route, Track und Position auf leerem Hintergrund – die Aufzeichnung funktioniert trotzdem voll.

Weitere Funktionen auf der Uhr

  • Rest-Werte (Rest-km/-Hm) erscheinen, sobald eine Route gewählt ist – schon vor dem Start als Vorschau.
  • Off-Track-Alarm: Verlässt du die Route um mehr als 50 m, gibt die Uhr während einer Uhr-Aufnahme einen kurzen Vibrations-Hinweis + Banner. (Nimmt das iPhone auf, alarmiert das iPhone.)
  • Akku: Senkst du das Handgelenk, dimmt der Bildschirm und die Anzeige beruhigt sich – die Aufzeichnung läuft weiter.
  • Ohne Verbindung zum iPhone zeichnet die Uhr trotzdem lokal auf und überträgt die Tour später, sobald das iPhone wieder in Reichweite ist.

11. GPX importieren

Sende ein GPX über „Teilen → FlyMagic Vario" an die App (z. B. aus der Dateien-App). Beim Öffnen fragt die App:

  • Als Wanderung → wird als Wander-Track importiert (Hike-Karte).
  • Als Flugplan → wird als Flug-Route mit Wegpunkten importiert (Wegpunkt-Navigation).

Wo die Route danach steht: im Karten-Menü (Ebenen-Symbol) – unter „Tour" beim Wandern, unter „Flugplan" im Flug, beide zuoberst. Im Hauptmenü liegen die Routen nicht mehr.

Welche GPX eignet sich als Flugplan?

Ein Flugplan braucht wenige, benannte Wegpunkte – am besten aus einem Routen-/Task-Planer (z. B. dem FlyMagic-Web-Planer). Technisch: die GPX sollte <wpt>-Wegpunkte mit Namen (und möglichst Höhe) enthalten – das sind deine Start-, Wende- und Landepunkte.

Nicht geeignet sind aufgezeichnete Tracks (z. B. eine geflogene/gewanderte GPX mit hunderten dichten Trackpunkten) oder beliebige GPX ohne Wegpunkte – die willst du nicht „abfliegen". Fehlen echte Wegpunkte, übernimmt die App nur Start (erster Punkt) + Landung (letzter Punkt) aus der Linie und warnt dich entsprechend.

Fehlen die Höhen, funktioniert die Peilung/Distanz trotzdem – nur die Erreichbarkeits-Ampel ist dann eingeschränkt.

Tipp: GPX aus dem FlyMagic-Web-Planer enthalten zusätzlich die geplanten Einstiegs-/Ausstiegshöhen (als GPX-Extensions, für andere Geräte unsichtbar). Damit ist eine importierte GPX-Route in der Navigation gleichwertig mit einer Cloud-Route: ◎/↑-Höhen im Flugplan, Badges auf der Karte und die Live-Rechnung auf die Planhöhe. GPX aus anderen Quellen navigieren wie bisher auf die Geländehöhe.


12. FlyMagic-Cloud

Mit deinem FlyMagic-Konto:

  • Automatischer Hintergrund-Upload deiner Flüge (IGC) und Hike-Touren (GPX) – auch wenn die App im Hintergrund ist. Pro Track siehst du den Sync-Status (✓ hochgeladen · ⏱ wartet · ⚠ Fehler).
  • Standardmäßig wird zusätzlich lokal gespeichert. Optional „Nur in der Cloud speichern": die lokale Datei wird nach erfolgreichem Upload gelöscht (spart Speicher; bleibt bei Offline zur Sicherheit erhalten).
  • Routen (Fly/Hike) kommen aus dem FlyMagic-Planer. Die Liste öffnest du im jeweiligen Karten-Menü (Ebenen-Symbol) – „Tour" beim Wandern, „Flugplan" im Flug, beide zuoberst. Cloud- und lokal importierte Routen sind gekennzeichnet; Löschen per Wischen.
  • Hinweis: aufgezeichnete Flüge lassen sich in der App nicht aus der Cloud löschen (nur lokal) – deine Aufzeichnungen sind so vor versehentlichem Löschen geschützt. Routen können aus der Cloud gelöscht werden.

13. Flight Tracking

Ein Modus nur zum Aufzeichnen: kein Vario-Ton, kein Thermik-Assistent, kein Kompass. Für Piloten mit eigenem Vario, die den Flug nur für FlyMagic loggen wollen. Läuft stabil im Hintergrund, auch wenn eine andere App vorne ist.


14. Weitere Funktionen

  • Bildschirm immer an: hält die Anzeige im Flug wach (übersteuert die automatische Sperre). Im Schlaf- und Hike-Modus darf der Bildschirm trotzdem ausgehen (Akku).
  • Höhe automatisch per GPS angeglichen: die angezeigte Höhe wird an die echte Höhe über Meer geführt (die IGC-Datei bleibt roh).
  • Demo-Modus: zeigt simulierte Werte (Steigen/Ton, Speed, Höhe, drehender Kompass, Wind, Thermik, Beispiel-Flugplan) – zum Anschauen ohne Flug, auch im Simulator.
  • Tracks: unter Menü → IGC/GPX Tracks; antippen zum Teilen/Download, oder über die iOS-Dateien-App. Flüge = IGC, Hike-Touren = GPX.

15. Was passiert, wenn der Bildschirm ausgeht?

Sperrst du das Telefon oder geht der Bildschirm aus, läuft die Aufzeichnung im Hintergrund weiter (Vario/GPS aktiv). Nur die Karte pausiert. Der Schlafmodus dagegen schaltet die Sensoren bewusst ab (Akku sparen).


Sicherheit & Haftung

FlyMagic Vario ersetzt kein zugelassenes Instrument. Alle Anzeigen – insbesondere Erreichbarkeit und Navigation – sind Hilfen ohne Gewähr. Die Verantwortung für den sicheren Flug liegt immer bei dir. Fliege vorausschauend und im Rahmen deiner Ausbildung und der geltenden Regeln.